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Hallo!

 

Mein Name ist Margit, ich bin 40 Jahre alt und meine Diagnose seit 16 Jahren lautet: rez. Depression, chron.schwere Angst- und Zwangsstoerung. 

 

Ich kontrolliere z.B. zig Mal, ob alle Lichtschalter abgedreht sind, alle Fenster geschlossen,  der Herd ausgeschalten ist usw.

Und selbst nach zig Kontrollen bin ich mir nicht sicher.

Denn ich könnte ja was übersehen haben.

 

Der größte Horror sind jedoch meine Zwangsgedanken bzw. Impulse.

 

Ich habe ständig Angst, ich könnte plötzlich laut herausschreien: Mein Chef ist ein A...... oder die Stellvertreterin ist eine H......

Ich gehe gerne arbeiten und habe mit meinen Vorgesetzten keinerlei Probleme.

Darum verstehe ich das Ganze nicht.

Wenn ich die beiden nicht sehe, geht es.

Sobald jemand von beiden anruft oder zu sehen ist, bekomme ich nasse Hände,  Herzrasen und der Gedanke ist da.

Ich würde am liebsten flüchten, was natürlich nicht geht.

Ich presse dann ganz fest die Lippen aufeinander, dass nichts "raus kann".

Aber ich bekomme solche Angst, dass ich glaube, die Kontrolle über mich zu verlieren.

 

Mir haben schon zig Fachleute gesagt, ein Zwangskranker setzt seine Gedanken NIE um.

Er hat NUR Angst, es zu tun.

Jetzt habe ich die Erkrankung 16 Jahre und nie ist etwas passiert.

Warum habe ich trotzdem Angst, es könnte passieren?

Steht vielleicht sogar meine Angststoerung im Vordergrund?

Und kommt durch sie erst der Zwang?

Ich freue mich auf Antworten auf Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Danke

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Hallo alle zusammen!

Ich hab eine Weile so mitgelesen und möchte nun auch mal was fragen. Ich habe schon recht früh meine ersten Zwangsgedanken gehabt, die mich sehr gequält haben. Aber irgendwie konnte ich dann doch immer ganz gut damit umgehen. Irgendwann ebbte der Schrecken wieder ab. Ich hab dabei immer ein Thema gehabt, was absolut überpräsent war und mich am meisten behelligt hat. Ich will erstmal nicht weiter darauf eingehen. Ich möchte aber mal was fragen, da es mir in letzter Zeit wieder sehr schlecht geht...

Es ist wieder der Punkt, wo ich nahezu überzeugt bin, dass es kein Zwang ist, sondern dass der Inhalt doch echt ist. Es ist dann so, dass ich wirklich so fühle/denke/empfinde, wie ich eigtl. Angst habe, dass es so sein könnte. Ich glaube dann wirklich voll und ganz so zu empfinden. Ich bin dann überzeugt davon, dass es so ist. Es bringt mich dann zwar in tiefste Tiefen, löst fürchterliche Angst und Trauer aus, aber dennoch sagt mir diese Stimme (mit der absoluter Gewissheit und dem Gefühl, dass das einfach so ist) “Du kannst es vllt nicht akzeptieren, du findest es vllt nicht gut, aber dass es so ist, daran lässt sich nix rumdeuten“.

Das sind Momente, da ist es ganz schrecklich. Ich warte momentan auf einen Therapieplatz, habe aber mit meinem Arzt darüber geredet, der mir damals überhaupt mal gesagt hat, dass er denkt das sei eine Zwangsstörung. Er meinte, diese Art wäre der Kern des Zwangs. Er wäre so grausam und quälend, weil wir ihn eben zt absolut nicht erkennen können. Weil er uns vermittelt ein absolut wahres Gefühl zu sein. Er könne das sogar evozieren, also entsprechende Emotionen etc. Ist das wirklich so? Kann diese Störung so unglaublich trügerisch sein? Oder muss ich doch einfach akzeptieren, dass das alles der Wahrheit und meinen echten Gefühlen, meiner echten Identität entspricht?

Ich danke für jedes Feedback!

Liebe Grüße

Lotta

 

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Hallo zusammen?

Ich leide seid ca 2 Jahren unter Zwangsgedanken, die ich bis vor kurzem wirklich gut im Griff hatte.

Doch nun schleicht sich leider wieder ein neuer Gedanke ein, der für mich bis jetzt am schlimmsten ist weil ich wirklich angst habe, verrückt zu werden.

Ich weiß schon gar nicht wie ich das beschreiben soll aber ich werde es jetzt einfach mal versuchen.

Vielleicht noch kurz zu meiner Vorgeschichte:

Ich war schon immer ein sehr sensibler und unsicherer Mensch, mit sehr sehr schlechtem Selbstbewusstsein, dass sich folgendermaßen äußert:

 

- ich habe angst mein wahres ICH zu zeigen

- ich habe ständig das Gefühl,  mich verstellen zu müssen nur um bei anderen gut dazustehen weil ich angst vor Ablehnung habe 

- ich komme mir oft ungeliebt und unsympathisch vor

- ich fühle mich von anderen oft angegriffen 

-  Bei einem Fehler mache ich mir oft selbstvorwürfe 

 

So nun ist es jetzt soweit gekommen, dass ich mich gefragt habe , wer ich denn jetzt wirklich bin weil ich mich vor anderen immer verstellt habe, außer bei Menschen die mir sehr vertraut sind wie zb ( Mama, Freund usw )

Seit ich mir diese Frage gestellt habe, habe ich ständig den Drang meine Gedanken überprüfen zu müssen, ob ich normal bin oder ob ich anders als andere Menschen denke...ständig auch die Frage wer bin ich denn überhaupt, schauspieler ich etwa bei anderen die ganze zeit oder bin ich das wirklich??! Es geht sogar so weit, dass ich bei jedem Satz, den ich jemandem erzähle, überprüfen muss, ob ich das jetzt wirklich so gemeint habe oder ob ich mich in diesem Moment wieder verstellen musste...versteht ihr wie ich meine? Ich habe angst verrückt zu werden weil ich jeden einzelnen Gedanke überprüfen muss um zu kontrollieren, ob ich normal bin oder in die Klinik muss...das ist furchtbar, dass ich wirklich nicht mehr weiß wie es weiter gehen soll.

Ich habe diese Gedanken seit ca einer Woche und habe es auch schon meiner Therapeutin erzählt, die jetzt allerdings im Urlaub ist. Auch sie hat mir bestätigt, dass es sich definitiv um einen Kontrollzwang der eigenen Gedanken handelt und ich deswegen aber nicht verrückt bin. Ich habe ihr dann verschiedene Gedanken aufgezählt, auch von früher nur um mich zu vergewissern, dass all meine Gedanken, die ich jemals hatte normal sind... 

Können zwänge und ein schlechtes Selbstbewusstsein zusammen hängen? Ich hoffe ihr denkt jetzt wirklich nicht, dass ich verrückt bin...hört sich das nach zwang an? Ohje so viele Fragen in meinem Kopf...ich bin so verunsichert, dass ich meinen Freund ständig fragen muss,  ob ich denn normal wirke...er konnte mir das zum glück bestätigen...das hat mich etwas beruhigt.

 

Mir geht es gerade nur so schlecht dass ich sogar nicht mal mehr arbeiten gehen kann weil ich mich vor angst mehrmals übergeben muss nur weil ich befürchte nicht normal zu sein...dieses Gefühl ist so schrecklich.

 

Wenn irgendjemand nur ansatzweise schonmal ähnliche Gedanken hatte,  dann bitte meldet euch. Ich möchte einfach nicht alleine mit diesem Problem sein. 

 

Danke fürs lesen und lg !!! 

 

 

 

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Hallo an alle :)

Jetzt lese ich schon ein paar Tage hier drinnen und jetzt habe ich auch den Mut und vor allen Dingen das Interesse hier meine Geschichte zu erzählen. Also zuerst Infos zu mir:

Ich bin 23 Jahre alt und lebe mit meinem Freund seit einem Jahr glücklich zusammen. Ich liebe Tiere über alles und habe auch genug davon :) Also eigentlich ein wunderbares Leben. Bis zum 22. März 2016.

Ich hatte einen schwerwiegenden Verkehrsunfall, mich hat es mit 100 km/h 5 mal überschlagen über eine Böschung in ein Feld. Selber schuld war ich nicht, wobei ich das nicht mehr weiss aufgrund der Amnesie. Leichte Kopfverletzungen und sonst nichts. Nicht mal ein Zeh gebrochen also richtig GLÜCK gehabt :)

Dann vom Krankhaus raus, musste 4 Tage drinnen bleiben, hab ich sofort wieder nach 2 Wochen angefangen zu arbeiten. Das war ein Fehler. Da ich vor dem Computer arbeite, plagten mich aufgrund der Gehirnerschütterung immer wieder Kopfschmerzen. Aber so ging es mir eigentlich gut. Nur hatte ich immer einen Druck in der Brust, wo ich nicht wusste wo der herkam. Ich rannte zu vielen Ärzen, googelte, und es wurde aber nichts gefunden. Auch die Magenschmerzen die mich plagten, waren nicht sonderlich auffällig. Also Faktum körperlich gesund!

Die erste Panikattacke hatte ich in der Arbeit nur weil ich laut gelacht habe und danach Sorgen hatte, weil die im Krankenhaus gesagt haben ich darf meinen Kopf nicht anstrengen. Angst, Panik habe ich noch was im Kopf oder es ist nicht alles in Ordnung bei mir. Mir wurde ganz heiß und ich begann zu weinen. Da wurde auch der Druck immer weniger in der Brust. Die Sorge nicht normal zu sein und verrückt zu werden beschäftigte mich sehr. Immer wieder redete ich mit meiner Oma darüber. Die mich wieder beruhigte. Aber es bedrückte mich. Zudem ich dann noch anfing kaum zu essen, warum weiss ich nicht, aber reingesteigert habe ich mich dann auch wieder. Angst vor Magersucht und in eine Klinik müssen usw. Somit ging ich zu einer Therapeutin. Da hatte ich richtig Panik vor der ersten Stunde. OMG ich muss dorthin, die liefert einen sofort ein etc. Dabei halb so schlimm. Ich war bis jetzt 5 mal dort und habe immer alles erzählt. Plötzlich kam die Thematik auf, würdest du dir selber was antun? weil ich einen Fall auf Facebook gelesen habe von Suizid von einem Jungen in meinem Alter. Würdest du wo runter springen? Lauter solche Gedanken richtig schlimm. Und man arbeitet immer dagegen hat Angst gestört zu sein etc. Plötzlich wendete sich das Blatt und ich hatte im Gedanken meinen Freund mit dem Polster zu ersticken. Da wurde ich richtig panisch, ich habe es ihm sofort erzählt unter Tränen natürlich und war völlig aufgelöst. Alkohol spielte hier auch eine Rolle, denn wir waren fort am Vortag und haben richtig über den Durst getrunken. Er war sehr lieb und meinte vergiss dass. Nur jetzt beschäftigt mich das natürlich. Würdest du sowas tun? oder auch generell warum tun Menschen sowas ? Bin ich ein böser Mensch? würde ich Menschen generell was antun? warum denke ich sowas ? etc. Meine nächste Stunde habe ich nächste Woche. Da werde ich wieder Bericht über diese neuen "blöden" Gedanken erstatten.

Nur meine Frage ist, warum erst so spät nach dem Unfall? hab das erst seit paar Wochen? und vorher war das wirklich nicht so. Hab nur gerne Ordnung in meiner Wohnung aber keine übertriebenen Kontrollzwang.

und Toll dass es dieses Forum gibt :)

LG

 

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Hallo! Mein Name ist Gerhard, ich bin 52 Jahre alt, und führe seit Jahrzehnten einen extremen Lebenslauf wegen meine Zwangsgedanken.

Meine immerwiederkehrenden Gedanken beruhen Sich immer wieder auf Lebenssituationen wo es um Abschied, und einmallige Anlässe geht. Ich bin mittler- weile so verzweifelt und niedergeschlagen, das ich einfach nicht mehr weiter weiß, wie es weitergehen soll, und bräuchte dringend Hilfe, da ich mir selbst nicht mehr helfen kann. Bitte schreibt mir zurück - bitte