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hallo- ich bins wieder mal, Michaela Nachwievor verstrickt im harten Kampf gegen den Zwang- oder nennen wir es so- im Versuch ihn zu akzeptieren- das ist nämlich ein wichtiger Punkt- da es ja im Endeffekt meinen dunklen Persöhnlichkeitsanteil darstellt- der halt einfach gern auf sich aufmerksam machen will- durch Zwänge... und man darf einen Teil von sich selbst nicht bekämpfen, sondern einfach annehmen.

Ich weiss es ist verdammt schwer und hört sich auch blöd an- ein etwas das einem das Leben versaut lieben bzw. akzeptieren zu lernen-
aber es ist die einzige Möglichkeit!
Mit Hass richtet es sich immer mehr gegen einen- kennen wir ja alle- wenn wir wieder mal so ne richtige Wut drauf haben-
dann verstärkt sich der ganze Mist auch noch...
Um zu meiner Erfahrung zurückzukommen- ich geh jetzt seit etwa 2 Monate in Psychotherapie, hab verdammt viel über mich selbst gelernt (hätt ich diese Zwänge nicht hätt ich das wahrscheinlich mein ganzes Leben nicht getan...eigentlich nur positiv!)
- der Zwang ist leider noch da- in sehr einfallsreicher Variante- da ich meistens nicht mehr so drauf einsteige- passierts desöfteren dass er mir in einer Minute mit 3 verschiedenen Sachen daher kommt- ich versuch halt dann immer nur nicht auf einem hängenzubleiben- was leider aber dann meistens passiert- naja
jetzt arbeitet er ja damit dass ich mir eine Krankheit nicht in einer bestimmten Situation holte (zb. Aids bei Geschlechtsverkehr oder bse in England- auf das steig ich nämlich nicht mehr ein!) sondern jetzt fängts wieder so an wie vor ein paar Jahren- "wenn ich jetzt diese oder diese Cd höre- dann bekomm ichs, oder wenn ich jetzt das oder das denke, oder wenn ich jetzt vor dem Türabsatz keine vollen 4 Schritte mache, oder rauche, oder bla bla bla- die lieben Zwangsgedanken halt + Rituale ein richtiger flashback- war doch die letzte Zeit "nur" mit Zwangsgrübeleien ausgefüllt- jetzt enfaltet sich das Ganze wieder in seine volle Grösse mit allem drum und dran wie gesagt ich hab ja nicht nur ein Symptom sondern die volle Palette! Bis auf den Sauberkeitsfimmel...
aber da eben meine Filme so oft wechseln- seh ich da schon irgendwie einen Fortschritt drin- weil früher wars ja so- dass ich in einem Ding öfter Wochen und Monate drin hing- und jetzt ist da eine ziemliche Bewegung vorhanden...zwar eine ebenfalls unangenehme- aber irgendwie rührt sich da was!

Was mir ebenfalls sehr hilft ist- dass ich drüber rede- ich erzähl das mittlerweile auch meinen Freunden (man weiss eh instinktiv wem mans anvertrauen kann) und während dieser Gespräche löst sich doch immer Einiges auf- bzw. durch die Kommunikation bekommt man wieder schöne Erkenntnisse- und sieht dann im Endeffekt, dass sich doch schon a bissl was bewegt hat- das ist ein schönes Phänomen!
Da bemerkt man echt dann Sachen- die man bei seinen eigenen "hausinternen" Grübeleien gar nicht gesehen hätte!
Kommunikation ist sehr heilsam!
Bei mir war nämlich auch jahrelang das Problem, dass ich ziemliche Probleme hatte Sachen rauszusagen- überhaupt Probleme bzw. Sachen die mir eigentlich am Herzen liegen aber welche ich dann doch runtergeschluckt hab- das liegt auch an meinem Kommunikationsmuster "der Unnahbare" und wichtig ist eben sobald man mal sein Muster kennt es- zu durchbrechen! Ich rate jedem, sich mit seinem Muster vertraut zu machen! Überhaupt wenn man dieses "runterschluck-syndrom" hat! Wenn man bedenkt ich hab das ganze erst vor 2 wochen meiner Mutter erzählt!!!!
In diesem Sinne "in der Bewegung liegt die Kraft"!

Das war wiedermal eine kleine Zwischenbilanz von mir!
Bis zum nächsten Mal- ich würde mich übrigens über emails freuen- da kann man sich sicher schön austauschen!
Good vibrations an meine lieben Geichgesinnten!- Michaela